Jugend KGR

Am 14. Februar wurde erstmals der Jugend Kirchengemeinderat gewählt!

Das ist der neugewählte Tailfinger Jugendkirchengemeinderat (von links): Mathias Bitzer, Martin Renz, Magdalene Hartmann, Felix Sontheim, Sarah Frank und Sofia Folcan

Jugend-Kirchengemeinderat soll auf Augenhöhe mitarbeiten

Wahl Premiere in der Landeskirche:
Die evangelische Kirchengemeinde Tailfingen setzt auf den Nachwuchs. Das frischgewählte Team ist voller Tatendrang.

Keine Pflanze fängt groß an – das sagte Pfarrer Johannes Hartmann angesichts der noch ausbaufähigen Wahlbeteiligung bei der ersten Wahl zum Jugend-Kirchengemeinderat (KGR).
Dennoch können die Tailfinger frohgemut auf den vergangenen Freitagabend aufbauen. Denn mit dem neu gewählten Gremium steht ein motiviertes Team am Start, und trotz ihrer Jugend können die jungen Leute schon mit einigem an Erfahrung aufwarten.

Spaß an Kirche nicht verlieren
„Stimmenkönigin“ Magdalene Hartmann zum Beispiel ist Mitarbeiterin der Mädchenjungschar des CVJM Tailfingen. Sie habe „Megalust, das Gemeindeleben attraktiver zu gestalten,“ sagte sie bei der Kandidatenvorstellung. Ähnlich äußerte sich auch Sofia Folcan, ebenfalls in der Mädchenarbeit und im Waldheim aktiv: „Kinder sollen den Spaß an der Kirche nicht verlieren.“ Die Dritte im Bunde, Sarah Frank, steht für die Vernetzung zur Jugendarbeit des CVJM, in dem sie zuhause ist. „Alterspräsident“ ist ohne Frage Mathias Bitzer, der mit seinen 25 Jahren einige Jahre älter ist als seine neuen Kolleginnen und Kollegen, die alle noch im Teenageralter sind. Er bringt schon jede Menge Erfahrung mit, war bereits Kirchengemeinderat im „großen“ KGR und ist seit Jahren aus der Waldheimarbeit nicht wegzudenken. Martin Renz ist bei den gut besuchten Kinderbibeltagen und -wochen stets mit Spaß und Engagement dabei, Felix Sontheim ist seit drei Jahren Mitarbeiter in der Kinderkirche. Letzterer sieht eine Aufgabe des neuen Jugend- Kirchengemeinderats darin, einen Jugendgottesdienst zu installieren. Dies könnte nur  einesder vielen Felder sein, das der Jugend KGR künftig bespielt.

Eine jährliche Jugendversammlung soll durchgeführt und eigene Projekte geplant und vorgestellt werden. Dabei, so Pfarrer Johannes Hartmann, gelte „Trial and error“ – über Ausprobieren zur besten Lösung gelangen und dabei auch Rückschläge in Kauf nehmen. Er ist kraft Amtes ebenfalls im Jugend-Kirchengemeinderat – allerdings ohne Stimme. Weitere stimmlose Sitze haben Jugendreferentin Birgit Bech und als Vertreterin des CVJM Andrea Frank. Auf der anderen Seite sind die Mitglieder des Jugend-KGR im Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde als Gäste willkommen.
Über den noch zu wählenden Vorsitzenden können dort Anträge eingebracht werden, andere Tagungsordnungspunkte sollen auch seitens der jungen Gemeinde kommentiert und beeinflusst werden.

„Einzigartig in dieser Form“
sei dieser Jugendkirchengemeinderat in der Evangelischen Landeskirche. Es gibt zwar den ein oder anderen Ausschuss, der unter demselben Namen firmiert, indes: Mit soviel Befugnis ist keiner ausgestattet. „Mitleiten auf Augenhöhe“ heißt nämlich die Devise. Das neue Gremium soll keine Untergruppe der Gemeinde sein, sondern autorisierter Teil der Gemeindeleitung. Deutlich wird dies auch in Kürze in einem Sonntagsgottesdienst, wenn das junge Team feierlich in das neue Amt eingesetzt werden wird.

Susanne Conzelmann

 
 

 

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